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Zeitreise am Salzburgring

Motorensound aus sieben Jahrzehnten – 250 historische Boliden bei der
ADAC Salzburgring Classic „Sounds of Speed“ am Samstag, 28. August

München/Salzburgring. Boliden mit Rennsportvergangenheit laden am
Samstag, 28. August zu einer Zeitreise in die Motorsportgeschichte ein. Bei
der ADAC Salzburgring Classic „Sounds of Speed“ melden sich 250 historische
Renner lautstark und von ihren Piloten mit vollem Einsatz bewegt auf
der Piste zurück. Das Schaulaufen der Klassiker auf der Hochgeschwindigkeitsstrecke
vor den Toren der Mozartstadt Salzburg ist für Fahrer wie
Zuschauer ein Fest der Sinne, wenn Motorenklänge aus sieben Jahrzehnten
durch den Nesselgraben hallen und der Duft von verbranntem Gummi und
Benzin in der Luft liegt. Los geht’s um 8.30 Uhr und dann durchgehend weiter
bis 18 Uhr.

Fahren ohne Wettbewerbsdruck
Regularienstress und Wettbewerbsdruck sucht man bei der ADAC Salzburgring
Classic vergeblich. Nur die pure Lust am Fahren zählt. Jeder Teilnehmer
gibt so viel Gas, wie er seinem betagten Rennwagen und sich zumuten will.
Zwar werden die Rundenzeiten erfasst, für den Gewinn der „Sounds of Speed
Trophy“ des Tagesbesten sind sie allerdings ohne Bedeutung. Entscheidend
sind hier die Kriterien Sound, Seltenheit, Originalität und Erhaltungszustand
des Fahrzeugs sowie der Fahrstil des Piloten, bewertet durch eine Fach-Jury.
Und es wird wahrlich nicht getrödelt. Auch ein 70 Jahre alter BMW 328,
Rennwagen-Ikone der Vorkriegszeit und doppelt so alt wie die Strecke, lässt
auf dem Ring die Ventile fliegen. Das ist Musik in den Ohren der Fans.
Hautnah dran ist man auch im frei zugänglichen Fahrerlager. Anders als bei
zeitgenössischen Rennsportveranstaltungen herrschen dort keine Hektik oder
Getue. Es wird entspannt Benzin geredet und fachkundig Auskunft über
Geschichte und Besonderheiten der automobilen Raritäten gegeben.Vielfalt garantiert
Da ist die Armada der Vorkriegsrenner vom Schlage eines Lagonda oder Bentley.
Oder seltene Rennwagen der Nachkriegsjahre, wie die nur in geringer Stückzahl
entstandenen Veritas, deren technisches Grundgerüst buchstäblich in die „neue Zeit“
herübergerettet wurde. Aber auch sportlich verbesserte Brot-und-Butter-Autos der
Wirtschaftswunderzeit sind zahlreich vertreten. Da messen sich Opel Kadetts mit VW
Käfern und der Fahrer eines Healey Frogeye hat den gleichen Spaß wie der Pilot
eines Triumph TR4. Mitten drin im Geschehen tummeln sich Hubraumzwerge wie
NSU TT oder Steyr Puch, während die Dampfhammer-Fraktion der US-Boliden
stimmgewaltig mit dumpf grollenden V8-Motoren auftrumpft. Für ein hoch tönendes
Auspuff-Stakkato sorgen dagegen die Edelboliden von Maserati und Ferrari. Nicht
nur für Insider interessant sind ein rarer Glas GT oder Alfa Romeo Giulietta Zagato -
und natürlich immer wieder die traditionell stark vertretenen Porsche 356-Meute. Das
Herz höher schlagen lassen die ausschließlich für die Rennstrecke gebauten
Monoposti von der Formel V bis zur Formel 1 und rassige Prototypen vom Kaliber
eines Porsche 908 oder 917.

Oldtimer parken gratis und ihre Fahrer haben freien Eintritt
Der Eintritt kostet zehn Euro, inklusive Zutritt zum Fahrerlager, Kinder und Jugendliche
bis 15 Jahren sind frei. Für Besucher, die mit ihrem Oldtimer bis Baujahr 1979
kommen, ist – solange Platz vorhanden - eine Parkfläche direkt vor dem Fahrerlager-
Tunnel einschließlich Gratis-Eintrittskarte reserviert. Alle Informationen zur Veranstaltung
sind unter www.salzburgringclassic.de abrufbar. Der Salzburgring ist
erreichbar über die Autobahn A8 München-Salzburg, dann weiter über die A1 in
Fahrtrichtung Wien bis zur Ausfahrt Thalgau, von dort der Beschilderung folgen.

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Fotos: ADAC Südbayern/ Gerleigner Abdruck honorarfrei/ Beleg erwünscht